WILLKOMMEN BEI DEN TIPPS UND TRICKS 

VON AUTOREN FÜR AUTOREN

Autorendasein leicht(er) gemacht

Wir wollen Ihnen den Einstieg ins und / oder das Bestehen im Autorendasein möglichst leicht machen - deshalb sammeln unsere Autor_innen Erfahrungen und stellen sie Ihnen zur Verfügung!

Hier finden Autorinnen und Autoren daher Tipps und Tricks aus dem Erfahrungsschatz der Autorinnen und Autoren des FDA- unter "Tipps & Tricks"

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KURZBERICHT: BUCHMESSEAUFTRITT DES FDA IN LEIPZIG

Ein Rückblick

(c) Fotos: Dirk-Uwe-Becker, Frank Gebauer ("Dreier m. Bande")

(c) Texte: Ellen Balsewitsch-Oldach

Fotos können durch Anklicken vergrößert werden

Mittwoch, 11.03.2015

 

 

 

 

 

Der Aufbau des FDA-Standes in Halle 5, D 402 - von Null ...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 ... auf (fast) fertig in etwa vier Stunden!

 


 

Die Vorbereitung des FDA-Messeauftritts hatte in diesem Jahr ein Vorbereitungsteam aus Mitgliedern der Landesverbände Bayern, Hamburg/Schleswig-Holstein, Niedersachsen/Bremen und Nordrhein-Westfalen übernommen.

Donnerstag, 12.03.2015

Die erste Veranstaltung mit Mitgliedern des FDA: 

 

Im Literaturcafé in Halle 4 präsentierte Verlegerin Hannelore Schmidt -Hoffmann (Edition Märkische Lebensart, LV Brandenburg) ihre Autorin Tatjana Ansbach und deren Titel "Fremd": In ihrem Buch skizziert die Juristin, langjährig als Rechtsanwältin Bereich Ausländer- und Völkerrecht tätig, auf der Basis wahrer Fälle anschaulich die Schicksale ausländischer Jugendlicher und ihrer Familien vor dem Hintergrund der Restriktionen des Ausländerrechts, des daraus meist resultierenden Arbeitsverbots und materiellen Mangels.

Ebenfalls im Literaturcafé stellte Hannelore Schmidt-Hoffmann eine weitere Verlagsautorin vor: Ingeburg Schirrmacher las aus ihrem Titel "Kein Schlaf unterm Stein", einem bewegten und bewegenden Kaleidoskop persönlicher, politischer und sozialkritischer Textdokumente - Briefe, Gedichte und Gedanken in Kurzprosa aus etwa vier Jahrzehnten vor der "Wende". 

 

Währenddessen rege Aktivitäten am FDA-Stand: Der Monitor zeigte Cover von Veröffentlichungen vieler FDA-Mitglieder, einige ihrer Texte, Gründe für eine Mitgliedschaft im FDA und die FDA-Veranstaltungstermine auf der Messe. 

Standbesucher zeigten intensives Interesse.

Freitag, 13.03.2015

 

 

Der Freitag begann mir leichterer Literatur: Reni Dammrich (LV Sachsen) alias Sina Blackwood präsentierte ein "Happyend im Kettenhemd" - einen Auszug aus Buch und Show - mit gereimten Texten über Ritter, Burgfräulein, Prinzen, Prinzessinnen, Drachen, Hexen und Zwergen ... teils frech, teils ritterlich derb, teils erotisch; ein Hingucker das - selbst hergestellte Kettenhemd!

Unterstützt wurde sie von Interviewpartner Mark Galsworthy vom "Klub der Schreiber"

(c) Foto: Frank Gebauer 2015
(c) Foto: Frank Gebauer 2015

"Dreier mit Bande"

 

Unter diesem Motto gaben die Mitglieder dreier Landesverbände einen Überblick über die Vielfältigkeit von FDA-Autoren geschriebener Literatur: Bernhard Winter (LV Bayern) las Lyrik aus seinem Band "Trau nur dem Löwen", Gerhard Stübener (LV Niedersachsen/Bremen) setzte sich in seiner Geschichte mit dem Wunder des Lichts auseinander und Ellen Balsewitsch-Oldach (LV Hamburg/Schleswig-Holstein) zeigte mit ihrem Kurzkrimi "Madrigal", wie mörderisch sich falsche Schlüsse auswirken können, außerdem zeigte sie am Beispiel ihres Kleinverlages, dem elbaol verlag hamburg als Mitveranstalter dieser Lesung, wie der LV Hamburg/Schleswig-Holstein auch Autoren mit wenigen, aber guten Texten eine Veröffentlichung ermöglichen konnte.

"Die Salzhexe" - Buchvorstellung mit Walter Laufenberg

 

Verleger Franz Westner führte durch die Interviewlesung mit Autor Walter Laufenberg (beide LV Bayern), der seinen neuen historischen Roman "Die Salzhexe" vorstellte. Laufenberg zeichnet darin anschaulich das konfliktreiche und dramatische Leben einer Frau in der mittelalterlichen Welt, einer Frau, die lesen und schreiben und darüber hinaus kompetent über die Qualitäten von Salz urteilen konnte. Deswegen bereits als verheiratete Frau angefeindet, muss sie aus ihrem Heimatort fliehen, als sie ihren Mann verliert, weil um sie, als Frau wie als Kennerin des Salzgeschäfts begehrt, lebensbedrohliche Intrigen gesponnen werden ...

Samstag, 14.03.2015

Die Armenierin – ein Held, eine Liebe, ein Schicksal, ein Volk

 

Eine beeindruckende Lesung präsentierte FDA-Mitglied Franz Westner (LV Bayern, linkes Foto, rechts) mit Autor Thomas Hartwig (linkes Foto, links) und dessen in Westners SalonLiteraturVerlag  erschienener Romanbiografie über den Schriftsteller Armin T. Wegener "Die Armenierin". Armin T. Wegener, der den Völkermord an den Armeniern Anfang des 20. Jahrhunderts aus erster Hand miterlebt und dokumentiert hat, stellt Hartwig in dem - auf belegten historischen Fakten basierenden - Buch die fiktive Figur einer armenischen Lebenspartnerin an die Seite und lässt das Leben Wegners in der Interaktion mit ihr und ihrer Familie gleichzeitig mahnend, berührend und unterhaltsam lebendig werden. Als Gesprächspartner und Moderator konnte Ulrich Klan, Vorsitzender der Armin T. Wegener Gesellschaft (linkes Foto, Mitte) gewonnen werden. Die Eindringlichkeit des Buches veranlasste außerdem den armenischen Botschaftsrat Davit Grigoryan (rechtes Foto, Mitte) zum Besuch der Veranstaltung. Der Kammerchor Shoger unter Leitung von Armine Babayan (rechtes Foto, halb rechts in Blau) aus München umrahmte die Lesung eindrucksvoll mit armenischen Gesängen und Volksliedern. Mitveranstalter dieser Lesung: der FDA.

Slam Poetry mit Annika Blanke

 

Die Leseinsel beim Autoren-Gemein-schaftsstand in Halle 5 war eigentlich zu klein, um alle interessierten, hauptsächlich jugendlichen Zuhörer_innen zu fassen. Vor voll besetzten Reihen und etlichen Stehenden stellte  FDA-Jugendbeauftragte Inge Beer (LV Berlin, ganz links) gewohnt professionell die Poetry Slam-Künstlerin Annika Blanke vor. Annika Blanke - noch atemlos von einem vorherigen Auftritt auf der Buchmesse, wo sie zu einem Wettbewerb angetreten war - begeisterte ihr Publikum mit folgenden Texten: In "Nur mal eben gucken" gerät sie auf der Suche nach dem "perfekten Tag" in einen Elektronikmarkt, wo sich im Verlauf turbulenter Verkaufsverhandlungen fast so etwas wie Volksfeststimmung entwickelt. Nicht weniger turbulent, aber noch sozialkritischer geht es in ihrem Beitrag zu, der sicher von ihrem Brotberuf als Lehrerin (sie gibt Deutsch und Englisch am Gymnasium) inspiriert wurde und in dem eine Schulklasse in origineller Weise ihre Zukunftspläne reflektiert. "Meinetwegen stolper, aber Hauptsache, du gehst" beschreibt pointiert und nachdenklich die (Auseinander-)Entwicklung eines Paares und beschließt den gekonnten Vortrag Annika Blankes. Manchmal sind 30 Minuten einfach zu kurz ...

Der Stand des FDA war inzwischen gut besucht. Marcus Sammet interviewte Interessierte mit Mikrofon und Videokamera. Die Interviews sind hier... zu lesen, und, wenn die Gesprächspartner zustimmen, demnächst zu auf youtube zu sehen und zu hören!

Die Dunkelheit knistert wie Kandis - Lesung mit Hellmuth Opitz im Mendelssohnhaus zu Leipzig

 

Und abends ins Mendelssohnhaus - wieder einmal in die stimmungsvolle Atmosphäre des Musiksalons. Nach Begrüßung durch Präsidentin Prof. Dr. Ilse Nagelschmidt präsentierte der FDA mit Hellmuth Opitz einen Künstler, der die "Freiheit des Wortes" wörtlich genommen hat und in seinen Gedichten mit einem wahren Feuerwerk aus ungewöhnlichen Vergleichen und Metaphern alltägliche Gegenstände, Ereignisse und Begegnungen in neue Zusammenhänge stellte, sie die Zuhörer aus neuer Perspektive betrachten - und bestaunen ließ. Ob er seinem Toaster unterstellt, sich eigentlich als Rockstar zu fühlen, ob er unterschiedliche Weltbilder verschiedenen Apfelsorten zuordnet oder den Marienkäfer "fleißig Treuepunkte sammeln" lässt -mauf jeden Fall landet Opitz' Realpoesie zielsicher "auf dem Punkt", ob humorvoll oder philosophisch. Sorgfältig vorbereitet die Moderation von Elisabeth Drab, die auch das Interview mit dem Autor führte: U. a. bekannte Opitz, von Haus aus Musiker, dass ihm das Schreiben englischer Songtexte für seine Band die "Sucht nach Sprache" vermittelt habe und er darüber zum Verfassen von Lyrik in deutscher Sprache gekommen sei. Beeinflusst haben ihn seit seiner Schulzeit Lyriker wie Benn und der literarische Expressionismus, den er als "Rückkehr zur Romantik, nur greller" charakterisierte. Die Frage nach einer Renaissance der Lyrik im Interesse der Leser könne er nicht ohne Weiteres beantworten - das seltene Ereignis, dass mit Jan Wagner ein Lyriker den Leipziger Buchpreis gewonnen habe, sei vielleicht ein "Türöffner". Der Rezension im "Spiegel online", wonach Wagners Werk "Regentonnenvariationen" zu unpolitisch und absichtslos daherkomme, könne er sich nicht anschließen. "Poesie muss gar nichts", so Opitz entschieden. Musikalisch umrahmt wurden die Beiträge von Dr. Gabriele Hoeltzenbein am Klavier. Einfühlsam ausgewählt waren in virtuoser Interpretation "Albatros" von Ronald Poelman, ferner Stücke von Piazzolla, Debussy, Mel Bonis, Tony Caramia, Bach und schließlich Mendelssohn-Bartholdy zu hören. 

                                                               v. li.: G. Hoeltzenbein, H. Opitz, E. Drab

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